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Nebel in Fukushima

Vortrag “Die Havarie des Atomkraftwerks Fukushima 1 – eine vorläufige Bilanz und einige Perspektiven für uns Menschen” von Kazuhiko Kobayashi
(Fr.,09.11.12/Sg) Am Mittwochabend fand in Hildesheim der Vortrag “Die Havarie des Atomkraftwerks Fukushima 1 – eine vorläufige Bilanz und einige Perspektiven für uns Menschen” von Kazuhiko Kobayashi statt. Sehr eindrucksvoll berichtete der japanische Atomkraftgegner Kobayashi über die aktuelle Lage in Fukushima Stadt. Schwerpunkt seines Vortrages war dabei, dass Verantwortlichkeiten, die zum Schutz der Bevölkerung vor der radioaktiven Strahlung nötig wären von Seiten der Regierung und Tepco durch „Schweigen“ unsichtbar gemacht werden. 

Das ist für die Anwohner von Fukushima Stadt besonders fatal, denn sie werden alleine gelassen. Sie bekommen weder ärztlich noch finanzielle Unterstützung, um wenigstens ihren Kindern die notwendige Hilfe zukommen zu lassen, oder aber das belastete Gebiet verlassen zu können. Natürlich dürfen die Ärzte in Fukushima die Kinder untersuchen, aber die japanische Regierung hat untersagt, den Eltern die Ergebnisse mitzuteilen, kritisierte der Referent in Hildesheim. Politik und Medien bagatellisieren die Zustände in der Präfektur Fukushima und somit wird die Bevölkerung weiter der krankmachenden Strahlung ausgesetzt. Fukushima Stadt befindet sich im 80 KM Radius vom havarierten AKW und zum Vergleich, selbst im 250 KM entfernten Tokyo gibt es Strahlenhotspots, wie die dortige Anti-AKW-Bewegung regelmäßig misst.

„Gut eineinhalb Jahre nach dem Super-GAU in Japan ist die Katastrophe für die Menschen vor Ort noch längst nicht vorbei und der japanische Anti-Atom-Protest wird immer lauter. Doch in den deutschen Medien ist es still um das Thema geworden. Wie sieht die aktuelle Lage in Fukushima aus? Wie sind – rückblickend – das Verhalten und die eingeleiteten Maßnahmen der verantwortlichen Politiker und Betreiber des Kraftwerks einzuschätzen? Wie sind die Aussichten für die Zukunft? Wie kann den betroffenen Menschen geholfen werden und wie wirkungsvoll auf internationaler Ebene gegen die weltweite Atomlobby gearbeitet werden? Was können wir aus den Erfahrungen von Tschernobyl und Fukushima lernen? Diese Fragen stellt die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW *, die die Vortragsreise von dem Kazuhiko Kobayashi mitorganisiert hat.
Auf seiner Vortragsreise durch ganz Deutschland befasst sich der studierte Germanist Kazuhiko Kobayashi unter anderem mit diesen Fragen. Durch seinen langen Aufenthalt in Deutschland ist er ein Kenner beider Kulturen – der japanischen und der deutschen – und hat dadurch einen besonderen Blick auf das Geschehen seit dem Super-GAU und das dramatische Wachstum der Anti-Atom-Bewegung in Japan seit Anfang 2012.

Gesundheitszentrum in Fukushima
Kazuhiko Kobayashi Anliegen mit dieser Vortragsreise ist es Spendengelder für ein unabhängiges Gesundheitszentrum in Fukushima zu sammeln. Dort sollen die Kinder von unabhängigen, nicht korrumpierten Ärzten versorgt werden können. Des Weiteren möchte er der japanischen Regierung aufzeigen, dass selbst im entfernten Europa die Menschen sich solidarisch durch ihre Spenden zeigen und dass die Katastrophe von Fukushima nicht vergessen ist! Am 28. August 2012 besuchte eine dreißigköpfige internationale Expertengruppe die Präfektur von Fukushima, darunter die deutschen Ärztinnen Dr. Angelika Claußen und Dr. Dörte Siedentopf. Einige IPPNW-Mitglieder haben Kazuhiko Kobayashi bei ihrer Japanreise im August dieses Jahres kennen und schätzen gelernt. Veranstaltungen mit IPPNW-Beteiligung finden in  Berlin, Bremen, Bielefeld und Langen statt.

Analyse des WHO-Reports zur Katastrophe von Fukushima von Dr. Alex Rosen (pdf-Datei)

Kazuhiko Kobayashi Vortrag: Video - Mitschnitt vom Vortrag in Gronau, 20.10.11
Video Teil 1
| Video Teil 2: | Video Teil 3: | Video Teil 4

*Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V

 
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